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Fadenlifting: Facelift ohne Skalpell

Fäden gegen Falten?

Fadenlifting: Facelift ohne Skalpell

Viele Menschen mit erschlafften Gesichtszügen lehnen ein operatives Facelift ab, weil sie den langwierigen Heilungsprozess und eventuelle Narben im Gesicht scheuen. Doch nicht immer sorgt eine Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure oder Botox für eine ausreichende Straffung der Gesichtspartien. Genau diese Patienten sollten die Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie gezielt nach dem Fadenlifting fragen. Das Fadenlifting ist übrigens problemlos mit anderen Techniken kombinierbar.

Worauf beruht der straffende Effekt beim Fadenlifting?

Das menschliche Hautgewebe hat die Eigenschaft sich bei äußeren Reizen zu erneuern. Darauf baut die Fadenlifting Methode als sanftes Facelift auf. Silhouette Soft-Fäden beispielsweise bestehen aus einem semikristallinen Polymer. Sie werden durch eine Bestrahlung sterilisiert. Der menschliche Stoffwechsel resorbiert die Polymere vollständig. Der Abbau ist bei einem normalen Stoffwechsel nach etwa 180 Tagen abgeschlossen. Dieser Vorteil wird auch in der Unfall- und Organchirurgie ausgenutzt, indem der Chirurg die Polymerfäden zum Vernähen der tieferen Wundschichten verwendet. Rund um die Fäden lagern sich verstärkt Kollagen sowie neue Bindegewebszellen ab. Gleichzeitig bewirken die Fäden die Regeneration und den Volumenaufbau des Bindegewebes.

Wie werden die Polymere beim Fadenlifting eingebracht?

Bei der in Korea entwickelten Technik verwendet der Plastische Chirurg sehr feine Micro-Nadeln, um die Fäden in das erschlaffte Gewebe einzubringen. Die Fäden verankern sich aufgrund seiner Oberflächenstruktur tief in den unteren Hautschichten und sorgen dort für ein sofortiges Ergebnis. Die Nadeln hinterlassen winzige Einstiche in der Haut, weil sie einen Durchmesser von wenigen Millimetern haben. Sie schließen sich durch die Elastizität der Haut sofort nach dem Herausziehen der Micro-Nadeln. Maximal bleiben winzige Punkte, die vergleichbar mit einem Insektenstich binnen weniger Tage abheilen. Deshalb sollte das Gesicht in den ersten Tagen nach einem Fadenlifting nur mit klarem Wasser gewaschen und keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden, um Entzündungen zu verringern. Für das Einbringen der Polymere Fäden ist eine lokale Betäubung ausreichend.

Wo können Fäden zum Einsatz kommen?

Fäden können an verschiedenen Stellen im Gesicht und am Körper eingesetzt werden, um unterschiedliche ästhetische Ziele zu erreichen. Zu den häufigsten Anwendungsgebieten gehören:

1. Stirn: Fäden können verwendet werden, um die Stirn zu straffen und Augenbrauen anzuheben. Sofern ein ausgeprägtes Schlupflid besteht, ist die zielführendere Behandlungsmethode die chirurgische Lidstraffung.

2. Augenbereich: Für die Behandlung von Krähenfüßen und zur Anhebung der Augenbrauen. Sollten die Brauen bereits auf das Augenlid drücken, ist die bessere Alternative zur effektiven Behandlung eine Lidstraffung oder ein Brauenlift.

3. Wangen und Jochbein: Um das Gesicht zu konturieren und Volumen wiederherzustellen. Alternative Behandlungsmöglichkeiten sind die Verwendung von Hyaluron oder Sculptra.

4. Nasolabialfalten: Zur Glättung der Falten zwischen Nase und Mundwinkeln.

5. Marionettenfalten: Zur Behandlung von Falten von den Mundwinkeln zum Kinn.

6. Hals und Kinn: Zur Straffung der Haut im Halsbereich und zur Definition der Kinnlinie.

7. Körper: Fäden können auch an anderen Körperstellen wie dem Dekolleté oder den Oberarmen verwendet werden, um die Haut zu straffen.

Nebenwirkungen und Wirkdauer beim Fadenlifting

Nach einem Fadenlifting kann es zu Rötungen und minimalen Schwellungen kommen, die ohne besondere Behandlung nach einigen Stunden bis Tagen von alleine abklingen. In der Regel sind die Patienten nach ein bis drei Tagen wieder gesellschaftsfähig. Einzelne Patienten berichten von einem leichten Kribbeln der behandelten Areale in den ersten Tagen. Das ist auf die verstärkte Aktivität zur Anreicherung mit Kollagen und Aufbau neuer Zellen zurückzuführen. Die erreichten Ergebnisse eines Fadenliftings bleiben bei den meisten Patienten bis zu 1,5 Jahre in vollem Umfang sichtbar.

 

Wann wird kein Fadenlifting durchgeführt?

Wenn die Patientin schwanger ist, stillt oder unter 18 Jahren, chronische Hauterkrankungen im Gesicht vorliegen, wie Akne oder Herpes. Bei Gerinnungsstörung, Hämophilie und bei Neigung zu übermäßiger Narbenbildung, einer Autoimmunerkrankung wie Rheuma oder Morbus Crohn ist das Fadenlifting ungeeignet. Sollten Blutverdünner oder nichtsteroidale Entzündungshemmer, das sind Schmerzmittel mit schmerzlindernden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften, eingenommen werden, müssen diese entweder rechtzeitig vor dem Fadenlifting abzusetzen oder eine andere Form der Gesichtsstraffung ist zu empfehlen. Sind chemische Peelings oder Laserbehandlungen durchgeführt worden, kann ein Fadenlifting erst nach einigen Wochen stattfinden. Die notwendige Zeitspanne ist mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

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